Europas größten Musikwettbewerb – früher auch als „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ bezeichnet – gibt es seit 1956. Er wird in der Regel im Land des Vorjahressiegers ausgetragen, im Mai 2009 kam er deshalb aus Moskau. Am häufigsten wurde er aus Dublin gesendet – irische Künstler haben immerhin siebenmal gewonnen. Deutschland trug mit „Ein bisschen Frieden“ (Nicole 1982) nur einen Siegertitel in die Listen ein, ebenso wie Österreich. Udo Jürgens holte im dritten Anlauf – nach 1964 und 65 – 1966 den Sieg mit „Merci Cherie“.
Für seinen damaligen Manager Hans R. Beierlein war Udos Triumph nicht die einzige Topplatzierung beim „Eurovision Song Contest“. Schon zuvor hatten drei Künstler mit Titeln aus der Edition Montana den Wettbewerb gewonnen. Stets waren es französische Interpreten: 1961 Jean-Claude Pascal mit „Nous les amoureux“, 1962 Isabelle Aubret mit „Un premier amour“ und schließlich 1965 France Gall, die für Luxemburg an den Start ging, mit „Poupée de cire, poupée de son“. Auch die Rechte des 1970er Siegertitel der Irin Dana („All kinds of everything“) lagen bei montana.
Mehrfach versuchten ORF-Verantwortliche, Beierlein für eine erneute Mitwirkung am „Eurovision Song Contest“ zu gewinnen, nachdem es mit Udo so gut hingehauen hatte. Er überzeugte Dieter Bohlen für Österreich mitzumachen. Thomas Forstner belegte mit „Nur ein Lied“ auf Anhieb 1989 den für österreichische Verhältnisse exzellenten fünften Platz.