Hans R. Beierlein - was macht er eigentlich?
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Peter Alexander: Besser geht es nicht

Viele Jahre waren die Österreicher Peter Alexander und Udo Jürgens die mächtigen Säulen des deutschen Showgeschäfts. Beide hatten Manager, die den Ruf, ausgeschlafen und knallhart zu agieren, vor sich hertrugen. Alexander ließ sich von seiner Gattin Hilde (+ 2003) zu Höchstleistungen treiben, Jürgens von Hans R. Beierlein. „Dennoch“, sagt der montana-Gründer, „war es mein absolutes Prinzip, Gemeinschaftsinteressen höher einzustufen als Firmeninteresse.“ Das gemeinsame Interesse war das einträgliche Geschäft mit dem deutschen Schlager, dazu musste das Image der Unterhaltungsmusik geschützt werden. „Die grauenhaften Grabenkämpfe zwischen Peter und Udo oder Hilde und mir, die von Konkurrenten kolportiert wurden, hat es nie gegeben“, versichert Beierlein. „Ich habe immer die Auffassung vertreten, je stärker die Konkurrenz, umso stärker die eigenen Anstrengungen.“

Das Verhältnis sowohl der Künstler als auch der Manager untereinander bezeichnet er als „korrekt bis freundschaftlich. Peter und Udo waren zwar Konkurrenten, aber da jeder auf einem anderen Dampfer fuhr, kam man sich nicht in die Quere.“

Nur einmal, bei einer internen Veranstaltung zum 80. Geburtstag der GEMA, saßen die beiden Showgiganten gemeinsam am Piano, ohne Fernsehkamera, ohne Medienrummel. „Ich habe dieses Duett gemeinsam mit Hilde organisiert“, sagt Beierlein. Die GEMA war es uns wert.

Mit besonderer Freude erfüllte Beierlein ein poetisches Werk aus der Feder von Peter Alexander. Er dichtete die Ode vor 15 Jahren, zum 65. Geburtstag des zwei Jahre jüngeren Managers. Beierlein stolz: „Niemandem ist bekannt, dass Peter Alexander für irgendeinen anderen Menschen, ganz gleich aus welcher Branche, je ein Gedicht geschrieben hat.“ Es sei hier noch einmal zitiert:


Von Peter Alexander

Hans Beierlein kommt in die Jahre,
bewundernd ich mich um ihn schare
Ein Mensch, so clever, so gescheit,
ist wahrlich von Seltenheit.


Der Mann, voll Charme und Lebenslust,
hat stets von allem was gewusst.
Ein Medienzar, ein Sauriertyp,
man hasst ihn und man hat ihn lieb.


Mit seinen Stärken, seinen Gaben,
möchte ich ihn nicht zum Feinde haben.
Ich mag ihn sehr, ich kenn ihn gut,
ich beug meine Knie, ich zieh den Hut.


Zwei Jahre sind wir auseinander,
der Beierlein, der Alexander.
Zwei Jahre nur, ein Katzensprung,
wie schön, uns hält das Gleiche jung.

© 2012 Montana Musik Verlag GmbH & Co. KG