Hans R. Beierlein - was macht er eigentlich?
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Udo über alles
Jacques Brel: Welttheater in 3 Minuten
Die Internationale: Völker hört die Signale - Danke Genossen
Stefanie & Stefan: Zwei Glückskinder
Essen wie Gott in Deutschland
Informationen aus erster Hand
Bizzi Nießlein: Keine Chance für Haie
Mein Weg zum Mond
Konrad Adenauer: Lieder machen Politik
Ein Film geht um die Welt
Esther & Abi Ofarim: Weltklasse
Gold für Gütersloh
André Heller: Zu wenig Paradiesvögel
Grand Prix der Volksmusik: Lieder, die von Herzen kommen
Starclub: Rock auf der Reeperbahn
Ralph Siegel: Freunde statt Konkurrenten
Die Hohe Schule des Interviews
Europa für Bernstein
Musik hilft helfen
Artur Brauner: Liebe, Tanz und tausend Erfolge
Post für Elvis
Der Beste der Besten
Kinder erobern die Musik
Das Epizentrum der Gemütlichkeit
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Eurovision Song Contest: Siegen erlaubt
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Miss Germany: Vorfahrt für Schönheit
Lieder so schön wie der Norden
Eldorado der Liedermacher
M & M als Markenzeichen
Die Macher - Typologie der Chefs
DFB Länderspiele: Fußball für alle

Stefanie & Stefan: Zwei Glückskinder

Volksmusik in der DDR war, wie der Name schon sagt, die Musik des Volkes, nicht der Partei. Ein besonders beliebter Volksmusikant war Eberhard Hertel aus Oelsnitz im Vogtland, erst recht, wenn er mit Töchterchen Stefanie auf die Bühne oder ins Studio kam. Als Sechsjährige schmetterte sie 1985 ihren ersten Jodler im DDR-Fernsehen.

Das kesse Sachsen-Girlie war gerade zehn als die Mauer fiel und die westlichen TV-Macher das einst ferne Land nach Talenten durchkämmten. Stefanies Auftritt in Carolin Reibers „Volkstümlicher Hitparade“ 1990 war ein Paukenschlag – das Publikum tobte und montana-Chef Hans R. Beierlein hätte einen Management-Vertrag auf jeden Bierdeckel gekritzelt: „Ich war sofort davon überzeugt, dass hier ein Volksmusik-Star der nächsten Jahrzehnte auf der Bühne stand.“ Zwei Wochen später war der Vertrag unter Dach und Fach und Papa Hertel stellte sich fortan in den Schatten seiner Tochter.

Im zweiten Anlauf nahm Stefanie 1992 den Siegerpokal des „Grand Prix der Volksmusik“ mit nach Hause. Sie war nunmehr Stammgast in allen TV-Shows, und immer öfter traf sie dort auf den Trompetenpuster Stefan Mross aus dem bayerischen Traunstein, vier Jahre älter als sie. „Meistens waren sie im Studio die einzigen jungen Menschen“, beschreibt Beierlein sachlich die fast zwangsläufig startende Romanze. Welch glücklicher Zufall, dass beide in montana-Diensten standen. Immer häufiger wurden sie zu Duetten zusammengeschweißt, immer häufiger entstanden herzige Fotoserien des Jungpaares, das sich alsbald der beiderseitigen Liebe bezichtigte.

Im Oktober 2001 wurde dank Töchterchen Johanna aus dem Duo ein Trio. Fünf Jahre ließen beide die einschlägige Presse wöchentlich über Hochzeitstermine oder Trennung kakephonieren, ehe sie am 6. September 2006 in Florida „Yes“ sagten. „Sie führen eine richtige Bilderbuch-Ehe. Stefanie kümmert sich um das Kind, wenn sie nicht Fernsehen macht oder Konzerte gibt.

Am Kiosk ist Stefanie präsenter als alle anderen singenden Damen dieses Landes: Über fünfzig Titelfotos pro Jahr zieren ein Plakat in Beierleins Büro – mit Stefanies Porträts als Einheitsmotiv.

Ehemann Stefan, 1989 von Karl Moik für den „Musikantenstadl“ entdeckt, gewann 1989 den „Grand Prix der Volksmusik“ und kann mit einem Fernsehdauerbrenner dagegen halten. Seit 2005 moderiert er 14 mal im Jahr die 90-minütige ARD-Show „Immer wieder sonntags“. Max Schautzers Erbstück wirkt seither deutlich verjüngt, die Marktanteile haben einen erheblichen Schwung nach oben getan. Der musikalische sonntägliche Frühschoppen enthält inzwischen einen Talentwettbewerb für kindliche Nachwuchs-Volksmusikler. Die Hoffnung, eine neue Stefanie zu entdecken, stirbt zuletzt, erst recht bei montanamedia.

Stefan Mross tritt inzwischen – mit oder ohne Gattin – überwiegend als Sänger in Action, das Trompetespielen ist reduziert. Dabei bewies er aktenkundig, dass er es gut kann. Der belgische Studiotrompeter Alexandre Malempré hatte Stefan bezichtigt, andere blasen zu lassen. Sechs Jahre berieten Gutachter und Richter, dann fielen sich auch Konkurrent Walter Scholz und Mross im November 2005, an Stefans 30. Geburtstag, in einer ARD-Sendung versöhnlich in die Arme und beendeten den Zwist einvernehmlich schluchzend. Schöne heile Welt.

Stefan Mross, der von Kennern der Szene als „Valentinesk“ oder „Neuer Harald Juhnke“ bezeichnet wird, brachte inzwischen das Kunststück fertig, mit seiner Sende-Reihe „Immer wieder sonntags“ einen Marktanteil einzufahren, um den ihn Kollegen und Kolleginnen beneiden. Sein Motto: „Ganz nah bei den Menschen“ ging komplett auf. Gäbe es Mross als Aktien, würde der Kauf dringend angeraten werden.

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