Hans R. Beierlein - was macht er eigentlich?
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Der Oscar der Volksmusik

Es herrscht im deutschen Fernsehen wahrlich kein Mangel an Galas im musikalischen Bereich: Bambi, Echo, Goldene Kameras, Stimmgabeln oder Hennen. Seine Volksmusikkünstler sah Hans R. Beierlein aber stets unterrepräsentiert und ersann Abhilfe: „Deshalb habe ich die 'Krone der Volksmusik' ins Leben gerufen. Damit sollen Künstler geehrt werden, die durch eine außergewöhnliche Leistung und großen Publikumszuspruch im Bereich von Heimatmusik von sich reden machten.“

Mit der Idee marschierte Beierlein 1992 zu Helmut Thoma, damals Chef des jungen TV-Senders RTL, der sich anschickte, die altgedienten öffentlich-rechtlichen Anstalten bei den Marktanteilen zu überflügeln (was 1993 auch gelang). Der Österreicher befand, dass Volksmusik eine wichtige Farbe im Programm sei und strahlte die Gala „Krone der Volksmusik“ aus. Moderiert wurde sie von Erika Bruhn, anwesend waren die Superstars der Volksmusik: Stefanie Hertel, die Fischer-Chöre, die Kastelruther Spatzen, Florian Silbereisen, das Original Naabtal Duo, Patrick Lindner…

Die Einschaltquote war top, die Werbeblöcke aber schwach belegt. Deshalb mochte Thoma die Sendung nicht erneut platzieren. Sechs Jahre redete Beierlein mit Engelszungen, ehe er 1998 eine neue Plattform gefunden hatte: Die ARD, unter Federführung des mdr, nahm die „Krone der Volksmusik“ in ihr Programm, moderiert von Carmen Nebel. 2003 – die Moderatorin entschwand zum ZDF – übernahm Opernsänger Gunther Emmerlich mit seiner sonoren Bassstimme die Ansage.

Die Sendung wurde zu einem spektakulärem Ereignis und zum Flaggschiff der Volksmusik. Inzwischen wurden nahezu alle erfolgreichen Volksmusik-Interpreten ausgezeichnet. Die Tonträger der Sendungen erwiesen sich als Spitzenprodukte der jährlichen Hitparaden.

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