Hans R. Beierlein - was macht er eigentlich?
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Esther & Abi Ofarim: Weltklasse

Gelegentlich tritt eine zarte Sängerin namens Esther Ofarim noch in Clubs oder Theatern auf und begeistert mit ihrer glockenklaren Stimme das Publikum. Die Zuhörer sind meist älteren Jahrgangs und sie erinnern sich sicher ein bisschen wehmütig an die Sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Damals füllte das Ehepaar Esther und Abi Ofarim die größten Hallen des Landes.

So reizvoll die Stimmen auch waren, sie verkörperten auch ein historisches Ereignis, denn beide waren die ersten israelischen Künstler, die nach dem Kriege nach Deutschland kamen und hier gesungen haben. „15 Jahre nach dem Holocaust war dies alles andere als selbstverständlich“ sagt Hans R. Beierlein, „umso mehr als beide sich deutschen Liedgutes annahmen und sogar deutsche Volkslieder sangen“.

„Die Ofarims“ hatten 1963 für die Schweiz am „Grand Prix Eurovision“ teilgenommen und den zweiten Platz gemacht. Daraufhin nahm Beierlein sie unter Vertrag. In kürzester Zeit gewannen sie Hitparaden, Spitzenplätze, rasante Tonträger-Verkaufszahlen und waren im Fernsehen gern gesehene Gäste. Das Ausland interessierte sich für die aus Deutschland kommenden israelischen Sänger. Mit „Cinderella Rockefeller“ Landeten sie ihren größten Hit und gleichzeitig ihren internationalen Durchbruch.

Nicht so ganz harmonisch verlief die Ehebeziehung beider. Eine Trennung war die logische Folge.

Von diesem Moment an gingen sie nicht nur persönlich getrennte Wege, sondern auch künstlerisch. Dennoch: der große internationale Erfolg, den sie als Duo errangen, war Weltklasse.

Beierlein freut sich nach wie vor, wenn Abi, der sich seither als Produzent versucht, mal im montana-Haus auftaucht. „Gespräche mit ihm sind immer amüsant“. Abis Sohn Gil aus der nächsten Ehe hat als Sänger inzwischen auch einige Erfolge zu verbuchen.

Fotos: © Archiv montana
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