Die Quizfrage des Tages: Was haben Werbe-Ikone Verona Pooth, Ex-Fernsehstar Petra Schürmann und die Politikerin Dagmar Wöhrl gemeinsam? Die Lösung gibt’s gratis: Alle drei bemühten sich um den Titel „Miss Germany“ – zwei bekamen ihn, Petra Schürmann wurde Dritte. Dafür heimste sie 1956 als bislang einziges Mädel made in Germany den Titel „Miss World“ ein.
Vor schönen Frauen ist montana-Chef Hans R. Beierlein noch nie auf die Bäume geflüchtet, und deshalb war es nur folgerichtig, dass er sich für die Wahlen der „Miss Germany“ interessierte. Sie werden seit 1927 veranstaltet. Die Rechte daran waren wohlfeil, als die Strumpffabrik Opal, seit 1953 Ausrichter der deutschen Misssuche, 1972 konkurshalber das Handtuch warf. Beierlein, schon des öfteren in der Jury der „Miss Austria“-Wahl, fing es auf.
Zwei Jahre lang fahndete der Manager nach Deutschlands schönster Maid. 1973 gewann Ingeborg Martin im Münchener Hotel Bayerischer Hof die Misswahl, 1974 hieß die Dame Monja Bageritz. Beierleins Plan, aus der Wahl ein nationales Großevent mit TV-Show zu machen, scheiterte an den verantwortlichen Fernseh-machern. Ihnen mangelte es bei Misswahlen an der staatstragenden Seriosität. Erst 1979 ließ Rudi Carrell in seiner Show „Am laufenden Band“ eine Miss Germany wählen. Die Siegerin Andrea Hontschik durfte ihm dann jahrelang assistieren.
Damals hatte Beierlein längst die Lust an der professionellen Mädchensuche verloren und die Rechte weiterverkauft. Denn: „Bei jeder Misswahl reden alle von Manipulation, außer der Siegerin.“
Seit 2003 treten die Landessiegerinnen alljährlich im Europa-Park Rust zum großen Showdown an. Die Wahl wird vom Oldenburger Künstlermanager Horst Klemmer nebst Sohn Ralf organisiert und unter anderem von Mercedes-Benz und Condor gesponsert.