Hans R. Beierlein - was macht er eigentlich?
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Musik ist international

Seit Ewigkeiten gibt es Messen für Teddybären, für Mode, für Hundefutter oder Handgranaten. Was es bis in die Sechziger Jahre nicht gab, war eine Messe für Musik. Dabei hatten die nationalen Sologesänge längst internationale Konkurrenz bekommen – Elvis Presley oder die Beatles standen in den Hitparaden vorne. Udo Jürgens sang französische Texte und Gilbert Becaud deutsche.

„Damals kam Bernard Chevry auf mich zu“, erinnert sich Hans R. Beierlein. „Chevry war Messe-Experte. Gemeinsam haben wir die Idee einer inter­nationalen Musik­messe ent­wickelt, die „MIDEM.“ Eine Kontakt­platt­form, bei der Musik­schaffende aus aller Welt mit­einander kommunizieren konnten. Die Atmosphäre sollte entspannt, gute Hotels, hübsche Mädchen und ge­pflegte Restaurants ver­fügbar sein. So was plus sonniges Klima gibt es im Januar vor­nehmlich an der Côte d'Azur, und deshalb fand bereits die erste MIDEM 1967 in Cannes statt.

„Allerdings“, sagt Beierlein, „unter sehr schwacher Beteiligung der deutschen Musikszene. Das änderte sich dann. Von Jahr zu Jahr habe ich mehr Firmen aufgerissen“. Stolz vermeldet die Messe die Zahlen der MIDEM 2008: 4.545 Firmen aus 88 Ländern, 9.093 Teilnehmer, 482 Journalisten.

Im Umfeld der ein­wöchigen Messe fand stets die MIDEM-Gala statt, damals die größt­besetzte musi­kalische Gala in Europa. Top­stars und Top-Newcomer präsentierten sich im Palais des Festivals. „Das französische Fern­sehen hat nicht begriffen, dass man so was senden musste“, wundert sich Beierlein noch heute. Er ging zu den Freunden beim ZDF. „Dort griff man zu, hat es viele Jahre auf­gezeichnet und welt­weit verkauft“.

Heute gilt „MIDEM“ als die größte Musik-Messe weltweit.

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